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SommerflorSommerflor

Das Sommerflorkonzept umfasst die Beete an der Mühle, den von Professor Doschka initiierten Chagall-Kreis, die Beete im Bereich der gärtnerischen Ausstellungsflächen und bei der Veranstaltungsfläche, das Blumenbild neben dem See und die Landschaftsinstallation am Turm. Jedem dieser Bereiche liegt ein eigener charakteristischer Ausdruck zugrunde. Fast 32000 Pflanzen in 90 verschiedenen Arten wurden von den Gärtnern der Kreisgruppe Göppingen produziert und im Mai auf dem Gartenschaugelände gepflanzt.

Der Chagallkreis

Blau in verschiedenen Nuancen, wie Chagall es häufig großflächig in seinen Bildern verwendet hat, prägt dieses Beet am Eingang. Kräftig blaue, kerzenförmige Blütenstände von Angelonia 'Angelface Blue', Delphinium 'Magic Fountains' (Rittersporn) und Lobelia 'Fan Blau' stehen hier über dunkel violettblauen Heliotropium (Vanilleblumen) und hellblauen Petunien.

Beete im Bereich der Ausstellungsflächen und an der Mühle

Fröhlich bunte Beete erwarten die Besucher an der Mühle und bei den  gärtnerischen Ausstellungsflächen. Kirschrote Blüten, die die Farbe von Rechberghausen aufnehmen, werden an der Mühle mit sattem Gelb und Blauviolett gemischt. Im Bereich der Ausstellungsflächen werden sie von Rosatönen, Gelbgrün, Zitron und Weiß begleitet, so daß sich insgesamt ein frisches Bild ergibt. Neben Neuheiten wie Oenothera 'Lemon Drop' sind auch klassische schon fast vergessene Arten aus Omas Garten hier zu sehen wie Phlox 'Tapestry', eine Farbmischung des Sommerphloxes und Zinnien.

Das BlumenbildLandschaftsinstallation_am_Turm

Wie ein überdimensionales Blumenarrangement liegt eine große Sommerflorfläche am Fuße der Hungerboll . Die aus Pflanzen gemalten plakativen Blumen und Blätter sind besonders gut von höheren Punkten im Gelände zu sehen. Da die auf die Kreisform reduzierten Blumen in Rot- bzw. Orangetönen aus mehreren Pflanzenarten zusammengestellt sind, laden sie die Besucher auch zur Betrachtung aus der Nähe eine. So gibt es hier neue und seltene Pflanzenarten zu sehen wie Penstemon 'Tubular Bells Red' (Bartfaden), Cuphaea 'Rico Red', Asclepias 'Silky Gold' (Seidenpflanzen) und die dicht gefüllten Blüten der Kokardenblume (Gaillardia) 'Red Plum'. Die dunkelroten Blätter werden überwiegend aus rotlaubigen Strukturpflanzen wie Pennisetum setaceum 'Rubrum', Iresine lindenii, und der Süßkartoffel Ipomoea batatas 'Blacky' gestaltet. Blumen und Blätter liegen auf einem duftigen Teppich aus überwiegend lila und blautönigen Blüten, in dem Cosmos (Schmuckkörbchen) und Cleome (Spinnenpflanzen) Akzente setzen. Wie Schmetterlinge schweben die weißen Blüten der Gaura dazwischen und verleihen dem Teppich eine feine Struktur.

Landschaftsinstallation am Turm

Unterhalb des neu gebauten Turms wachsen die Sommerblumen zwischen langen, Holzstapeln, die vom Turm weg strahlenförmig auf das untere Gartenschaugelände, die Gemeinde Rechberghausen und in die Landschaft weisen. Schon auf dem Weg zum Turm werden die Besucher von weitem Bruchstücke dieser auf die Gartenschauzeit begrenzten Landschaftsinstallation sehen, können diese aber erst von oben
ganz überblicken. Leuchtende Gelbtöne aufgelockert durch etwas Kirschrot und Blauviolett bestimmen hier das Bild.

MühlengartenDer Mühlengarten

Unsere unmittelbarsten Sinneseindrücke sind mit Düften verbunden und äußern sich direkt in Gefühlen für Wohlbehagen bei angenehmen Düften, und Ablehnung bei unangenehmen Gerüchen. Ob wir einen Duft mögen, hängt auch damit zusammen, welche Erinnerungen wir mit ihm verbinden. Düfte und Aromastoffe sind das Thema des Gartens hinter der Mühle. Sie erfreuen beim Mensch Nase und Gaumen. Für die Natur sind sie Selbstzweck: Energiespeicher, Schutz vor Krankheit und in erster Linie Insektenlockmittel. Flüchtige Ausscheidungsprodukte, die ätherischen Öle, sind für den Duft der Pflanzen verantwortlich. Die Duftwahrnehmung ist dabei sehr subjektiv und auch die Intensität der Düfte schwankt je nach Standort und Tageszeit. Sie ist nach einem warmen Sommerregen am späten Nachmittag besonders intensiv.

Im Mühlengarten kann man den blumigen Duft der alten Rosensorten von Funkien (Hosta 'Royal Standard') und Prachtnelke (Dianthus superbus) ebenso genießen, wie den Honigduft von Riesenschleierkraut (Crambe cordifolia) und Sommerflieder. Nicht nur die Blüten einer Pflanze, auch das Laub kann duften. Anders als bei den Blüten wird der Duft der Blätter nur durch äußere Einflüsse freigegeben. Die Zellen, in denen die ätherischen Öle gespeichert sind müssen erst, zum Beispiel durch Berühren, zerstört werden. Im Mühlengarten liefern Blätter von Thymian, Oregano und Salbei die würzigen Düfte. Fruchtigen Duft steuert die Orangenminze bei, die nach Orangenschale riecht und sich auch für Tees eignet. Eine andere Minze ist vom Aussehen her leicht mit Pefferminze zu verwechseln, aber das typische Kaugummi-Aroma hat nur Mentha spicata.

Über 80 verschiedene Pflanzenarten mit Ihren Düften von honigsüß über blumig, fruchtig bis würzig lassen sich hier erschnuppern. Einige der hier verwendeten Pflanzen sind als Heil- oder Küchenkräuter bekannt. Gepflanzt wurden hier aber auch alte, fast vergessene Arten wie das Balsamkraut, dessen Blätter früher in Gebetbücher eingelegt wurden. Schwingende Getreidebänder als Sinnbild für die frühere Arbeit in der Mühle gliedern den Duft- und Aromagarten.

Planung und Umsetzung:

Dipl. Ing. Birgit Rosenberger-Rausch
Hohensteinerstr. 33
74366 Kirchheim
E-mail:
Birgit.Rosenberger@t-online.de

Das Büro besteht seit 1999, der Büroschwerpunkt liegt in der Pflanzplanung. Neben Planungen für Städte und Gemeinden hat das Büro von Dipl. Ing. Rosenberger-Rausch auch zahlreiche Planungen für Gartenschauen bearbeitet. Unter anderem auch die Gestaltung  von hochwertigen Sommerflorflächen im öffentlichen Grün und für Gartenschauen.  Besonders wichtig sind dabei Sommerflorflächen, die eigenständige Ausstellungsbereiche sind und nicht nur zur Aufhübschung von Restflächen im Veranstaltungsumfeld dienen, da sie einen Großteil der Attraktivität einer „Garten“-Schau ausmachen.

Neben allen Sommerflorflächen hat das Planungsbüro von Dipl.-Ing. Birgit Rosenberger-Rausch für die Gartenschau Rechberghausen auch den Eingangsbereich mit den gärtnerischen Ausstellungsbereichen bis zur unteren Terrasse, einschließlich der Pflanzplanung für die Doschka-Kreise bearbeitet. Außerdem die Baumschulterrasse und die Pflanzungen auf dem Kreisverkehr, im  Mühlengarten und im Landfrauengarten. Dies sind alles Flächen, die den verbleibenden Landschaftspark erst zur charakteristischen Gartenschau machen.

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