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Danke-für-eine-schöne-ZeitGartenschau Rechberghausen: Gelungenes Finale der Sommer - Blüten - Träume 2009

„Danke für eine schöne Zeit“

Wehmut sprach aus den Worten von Bürgermeister Reiner Ruf. „Am liebsten würde ich alle umarmen“, ließ sich der Schultes bei seiner Abschlussrede vernehmen. All die einsatzfreudigen Helfer, all der Zuspruch von Besuchern aus Nah und Fern – die Gemeinde Rechberghausen hat mit ihrer Gartenschau ein Sommermärchen geschaffen. Mit einem abwechslungsreichen Schlusswochenende schlossen die Sommer-Blüten-Träume jetzt endgültig ihre Pforten.

Rekorde erstellen, Rekorde brechen: Bei Rechberghausens Gartenschau war das fast normal. An jedem Sommerwochenende konnten die Veranstalter jeweils noch größere Besucherströme verzeichnen. So kamen am Ende der vier Monate währenden Sommer-Blüten-Zeit ganze 240.000 Besucher zusammen. Genau doppelt soviele, wie sich die Gemeinde zu Beginn erhofft hatte. „Dieser Erfolg ist sicher auf verschiedene Faktoren zurück zu führen“, so Ministerialdirektor Dr. Albrecht Rittmann vom Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum auf der offiziellen Schlussfeier auf der Hungerboll. Das beständig gute, nicht zu heiße Wetter, das Interesse der Menschen an einer heimeligen Umgebung anstatt an großen Auslandsreisen, aber eben auch die besondere, alltagsnahe Art, in der Rechberghausen seine Gartenschau anpackte – all das führte zum grandiosen Erfolg der Veranstaltung.

Und natürlich der unermüdliche Einsatz vieler Menschen aus Rechberghausen. Ob beim Schließdienst, beim Blumen gießen, beim Müll einsammeln, an der Kasse oder im Veranstaltungszelt: Etwa 250 Menschen aller Altersstufen bildeten die emsige, in türkise T-Shirts gekleidete Helferschar. "Wir haben während der Gartenschau eine schöne Gemeinschaft gebildet, die hoffentlich bleiben wird", so Bürgermeister Ruf. Und Landrat Edgar Wolff gratulierte allen Beteiligten zum gelungenen Projekt: "Die Gartenschau war ein echter Leuchtturm, der über Rechberghausen, über den Stauferkreis Göppingen und weit darüber hinaus strahlt! Es war ein tolles Erlebnis für alle, ob jung oder alt, aus nah oder fern. Für jede und jeden war etwas geboten. Die Gemeinde Rechberghausen war mutig und sie hat gewonnen!"

So abwechslungsreich die ganze Gartenschau war, so abwechslungsreich war auch das Schlusswochenende. Besonders Kinder konnten sich auf dem Gelände ein letztes Mal so richtig austoben. Beim gesicherten Klettern in den Bäumen am Treffpunkt Wald, beim Erste-Hilfe-Training mit dem Deutschen Roten Kreuz, in der Hüpfburg der Johanniter Unfallhilfe, stolzgeschwellt auf dem Polizeimotorrad, im Rettungswagen oder im Drehleiterwagen der Feuerwehr beim „Tag der Hilfsorganisationen“. Ja, sogar der Aussichtsturm „Luftikus“ wurde nicht verschont: Mit Hilfe der Bergwacht durften Kinder auch einmal an der Außenwand hochklettern – ein besonderes Vergnügen. Am Sonntagnachmittag gipfelte der Weltkindertag dann in einem Weltrekordversuch mit JumpingJo alias Tom Schuster. 358 Gartenschaubesucher schafften es, in Elefantenmanier eine Minute lang als ununterbrochene Kette über die Wiesen zu laufen. Ob das zum Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde reicht, wird die Jury in England entscheiden.

Jetzt ist es zu Ende, das Sommermärchen im Schurwald. Doch Hubert Möhrle, Geschäftsführer der Förderungsgesellschaft baden-württembergischer Gartenschauen ist sich sicher, dass in Rechberghausen nie mehr etwas so sein wird, wie es vor der Gartenschau war: "Die Bürger haben sich mit großer Begeisterung für ihre Gemeinde, für ihre Gemeinschaft eingesetzt. Und der Erfolg bestätigt das große Engagement: So erfolgreich, wie es hier in Rechberghausen gelaufen ist, so erfolgreich war noch kein Grünprojekt in den Jahren zuvor."

Diesem Vorbild wird sich als nächste Veranstaltungsgemeinde Horb am Neckar stellen. Gerhard Munding, ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters aus Horb nahm die Herausforderung an und den Spaten gut gelaunt entgegen, den Bürgermeister Ruf ihm während der Schlussfeierlichkeiten überreichte. Damit ist offiziell der Schlusspunkt gesetzt: Rechberghausen schließt die Tore der Gartenschau, Horb öffnet sie im Jahr 2011 mit seinem Neckar-Blühen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedeten die Besucher diesen ereignisreichen Sommer, der der kleinen Schurwaldgemeinde einen hohen Bekanntheitsgrad, ein neues Stadtbild und ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl einbrachte.

Wer möchte, kann bei einem Abstecher in den Schurwald auch die "Neue Grüne Mitte" in Rechberghausen entspannt bei einem Spaziergang genießen. Denn auch wenn die Gartenschau vorbei ist - die neu gestaltete Landschaft mit den Parkanlagen bleibt zum größten Teil erhalten und wird im nächsten Frühjahr für die Gemeinde erneut erblühen.

Aus technischen Gründen bleibt das Gelände vorerst bis 31.10.2009 wegen der Rückbauarbeiten geschlossen.



Die Gartenschau Rechberghausen

Ein Rundweg durch Gartenkunst, Landschaft und farbenfrohe Blütenbeete.

Gehen Sie auf Entdeckungstour und erleben Sie:

Aussichtsturm

 

Der grandiose Rundblick vom eigens für die Gartenschau erbauten Aussichtsturm, dem Luftuikus auf der Hungerboll, wird Sie begeistern!

Bachlauf

 

Wandern Sie entlang des fröhlichen Bachlaufes, der Sonnenhungrige zum Planschen und Verweilen einlädt.

Landschaftssee

 

Ebenfalls bleibt der etwa 1.000 Quadratmeter große Sommertraumsee mit breitem Strand und Fußgängerbrücke zwischen Irisgarten und Aktivzone erhalten.

Spielplatz

 

Einen bleibender Anziehungspunkt für Kinder: Der moderne Abenteuerspielplatz unter den Linden mit Spielinseln und Spielfeldern im angrenzenden Bereich.

 

 

Wiese

 

Die Nasswiese mit Quellen und Wasser dient dem Hochwasserschutz und ist ein besonderes Merkmal der Landschaft hier rund um die Hungerboll.

Mühle

 

Zwei neue Fußgängerstege, die den Marbach überbrücken und das Kunst- und Kulturzentrum „Untere Mühle“ an das Gartenschaugelände anbinden, bleiben den Einwohnern erhalten - schauen Sie in die neu restaurierte "Untere Mühle" auf Ihrem Spaziergang. Es lohnt sich.



Unter "Gärtnerisches Konzept" finden Sie viele interessante Informationen über die Gestaltung der Gartenschau in Rechberghausen und das verantwortliche Planungsbüro von Dipl. Ing. Birgit Rosenberger-Rausch.

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